13
Nov
2016
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Digitale Fotografie – technische Grundlagen

Canon hatte photopraline.com und mir zwei tolle Spiegelreflexkameras – EOS 80D und 1 DX Mark II – zum Testen zur Verfügung gestellt. Dazu folgt nun mein Beitrag über die technischen Grundlagen und ein Vergleich beider Kameras. Am Ende dann noch ein kleines Pro & Cons nach unserem 4 wöchigen Test. Bei photopraline.com findet ihr aber bereits einen Artikel über die Kamera 1 DX Mark II im Live Test.

 

  1. Verschlusszeit

Man kann die Belichtung über zwei Einstellungen regeln, die Verschlusszeit und die Blendenöffnung. Der Bildsensor benötigt eine bestimmte Menge an Licht, um ein Bild erfassen zu können. Ist das geschossene Foto zu hell, ist es überbelichtet. Das heißt, es ist zu viel Licht auf den Sensor gefallen. Ist das fertige Foto zu dunkel, ist zu wenig Licht auf den Sensor gefallen.

 

Über die Einstellung TV (Blendenautomatik) könnt ihr die Verschlusszeit einstellen, dabei werden euch Bruchteile einer Sekunde angezeigt 1/60 1/125 1/250 etc. Die Blende stellt sich dazu automatisch ein.

 

Abhängig vom Motiv, das man fotografieren möchte, muss die Belichtungszeit verändert werden. Möchte man zum Beispiel eine schnelle Bewegung auf dem Bild „festhalten“, muss man die richtige Belichtungszeit festlegen.

 

lang                                                                                    kurz

1/2 1/4 1/8 1/15 1/30 1/60 1/125 1/250 1/500 1/1000 1/2000

 

Merke:

  • Mit der Belichtungszeit wird geregelt, wie lange Licht auf den Bildsensor fällt. Kurze Belichtungszeit = dunkles Foto, Lange Belichtungszeit = helles Foto
  • Bei langen Belichtungszeiten mit Stativ fotografieren, da die Fotos sonst verwackelt werden.
  • Die Belichtungszeit ist je nach Motiv für das Ergebnis notwendig (will man zum Beispiel fließendes Wasser eingefroren oder in Bewegung zeigen).
  • Als Faustregel: Ideale Belichtungszeit = Brennweite. Bei einer Brennweite von 85 mm = die richtige Belichtungszeit 1/85. (Aber Achtung! Es kann bei diversen Kameras zu Abweichungen kommen.)

 

 

  1. Blende

Die Blende ist die zweite Möglichkeit die Belichtung zu steuern. Die Blende lässt sich unter der Einstellung AV (Zeitautomatik) regeln.
Mit der Blende ist die Öffnung im Objektiv gemeint, die ebenfalls regelt, wie viel Licht auf den Sensor fällt. Jetzt könnte man vermuten, dass es ideal wäre, wenn man immer mit der maximal geöffneten Blende (sprich: Offenblende z.B. f/1.8) fotografieren würde. Allerdings hat die Blende noch optische Eigenschaften. Denn die Öffnung der Blende bestimmt unter anderem auch die Schärfentiefe eines Fotos.

Einstellen der richtigen Blende

Nehmen wir als Beispiel ein Portraitfoto. Fotografieren wir die Person und öffnen die Blende maximal, kann es passieren, dass die Augen scharf, allerdings Nasespitze und Ohren unscharf abgebildet sind.

 

große Blende                                                                                               kleine Blende

1.8  2.0  2.2  2.0 2.5  2.8  3.2  3.5  4.0  4.5  5  6  7  8  9  10  12  14  16  18  20  22

 

Merke:

Große Blende f/1.8- f/4.0 Kleine Blende f/4.5- f22
·      kleine Zahl

·      kürzere Belichtungszeit

·      wenig Tiefenschärfe

·      große Zahl

·      längere Belichtungszeit

·      viel Tiefenschärfe

 

 

  1. CMOS & APSC Sensor

Früher hatten Vollformatkameras noch mit einer höheren Megapixelanzahl glänzen können. Mittlerweile hat sich dieser Vorteil innerhalb der letzten Jahre nahezu relativiert. Deswegen gibt es heutzutage fast keinen Unterschied mehr. Der Grund dafür ist, dass die Pixeldichte bei APS-C-Sensoren fortlaufend gestiegen ist.

 

Für APS-C Sensoren spricht hauptsächlich der deutlich günstigere Preis im Vergleich zu den Vollformatkameras. Die APS-C Sensoren haben leider auch ein paar Nachteile. Zum einen ist das Rauschverhalten deutlich ausgeprägter, zum anderen haben sie immer noch eine geringere Pixeldichte. Daher sehen Fotos der Vollformatkameras knackiger aus, die Farben gehen nämlich besser ineinander über. Zusätzlich kommen Details besser heraus und die Bilder wirken noch natürlicher.

 

Die Vollformatkameras sind somit in erster Linie teurer, die Objektive kosten mehr und die Kameras wiegen mehr als die Schwestern aus dem APS-C Segment.

 

  1.  ISO

Der ISO-Wert steht für die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors. Kleine Werte sagen aus, dass der Bildsensor wenig lichtempfindlich ist. Je größer die ISO-Zahl, desto empfindlicher ist der Bildsensor. Durch Änderung des ISO-Werts werden Aufnahmen mit sehr wenig Licht möglich.

 

Wenig lichtempfindlich                 sehr lichtempfindlich

100  125  200  250  320  400  500  800 1000 1250 1600 2500 5000 12000 50000 H

 

ISO Einstellungen bei der Canon EOS 80D

 

Eigentlich könnte man jetzt meinen, je empfindlicher, desto besser. Aber eine hohe ISO-Empfindlichkeit hat leider auch Nachteile. Denn mit der Empfindlichkeit (sprich größere ISO-Werte) erhöht sich auch das Bildrauschen. Das Foto wird kontrastärmer, körnig und wirkt unscharf. Das ist leider auch mit der digitalen Nachbearbeitung nur schwer zu korrigieren. Daher: Bei wenig Licht lieber einen niedrigen ISO-Wert wählen und dafür über die Verschlusszeit länger belichten und die Kamera dabei auf ein Stativ setzen.

 

  1. Mehrfeldmessung & Spotmessung

Mehrfeldmessung

Mehrfeldmessung

Die leistungsfähigste und gleichzeitig komplexeste Messmethode  ist die Mehrfeldmessung. Diese Messung erkennt verschiedenste Lichtsituationen und reagiert entsprechend darauf.

Aus den Messwerten der einzelnen Felder ermittelt die Kamera die Belichtungswerte. Berücksichtigt werden nicht nur die Helligkeitswerte (Luminanz), sondern auch die Schärfe und die Farbhelligkeiten.

Dass die Mehrfeldmessung mit dem Autofokus zusammenarbeitet, ist die

die eigentliche Stärke.

 

Spotmessung

Spotmessung

Bei dieser Messmethode wird in einem festgelegten Bereich gemessen. Dafür müsst ihr unter den Messmethoden das Kästchen mit dem einzelnen Punkt in der Mitte auswählen. Die Spotmessung kommt vor allem bei schwierigem Gegenlicht zum Einsatz. z.B. Wenn eine Person im Schatten steht und um sie herum grellstes Tageslicht das Foto überstrahlt. Drückt ihr einfach so ab, wird die Person viel zu dunkel belichtet. Die Spotmessung bewirkt, dass die Person richtig belichtet wird. Es wird also auf den Punkt genau gemessen.

 

 

Der technische Direktvergleich

 

EOS 80D 1 DX Mark II
Typ: Spiegelreflex (DSLR) Typ: Spiegelreflex (DSLR)
Markteinführung: 03 / 2016 Markteinführung: 05 / 2016
UVP: 1.285,00 € UVP: 6.299,00 €
Megapixel: 24,0 Megapixel Megapixel: 20,0 Megapixel
Maximale Bildauflösung: 6.000 x 4.000 Bildpunkte Maximale Bildauflösung: 5.472 x 3.648 Bildpunkte
Sensor: CMOS, 22,3×14,9mm Sensor: CMOS, 36,0×24,0mm
Serienbilder: 7,0 Bilder pro Sekunde Serienbilder: 16,0 Bilder pro Sekunde
Bild-Formate: JPEG, RAW Bild-Formate: JPEG, RAW
Auflösung (max.): 1.920 x 1.080 Bildpunkte Auflösung (max.): 4.096 x 2.160 Bildpunkte
Format: H.264/AVC Format: H.264/AVC, Motion JPEG
Speicherkarte: SD, SDHC, SDXC Speicherkarte: CF I, CF II, CFast
Schnittstellen: HDMI Mini, Kopfhörer, Mikrofon, Netzgerät, NFC, NTSC mit Audio, PAL, USB, WLAN Schnittstellen: Blitzsynchro-Anschluss, GPS, HDMI Mini, LAN, Mikrofon, PAL, Studioblitz Anschluss, Systembuchse, USB
USB Version: 2.0 USB Version: 3.0
Displaygröße: 3,0 Zoll Displaygröße: 3,2 Zoll
Displayauflösung: 1.040.000 Bildpunkte Displayauflösung: 1.620.000 Bildpunkte
ISO Empfindlichkeit: 100 200 250 320 400 500 640 800 1000 1250 1600 2000 2500 3200 4000 5000 6400 12800 16000 25600 ISO Empfindlichkeit: 50 100 125 160 200 250 320 400 500 640 800 1000 1250 1600 2000 2500 3200 4000 5000 6400 8000 10000 12800 25600 51200 102400 204800 409600
Blitzgerät eingebaut: Ja Blitzgerät eingebaut: Nein
Monitor klappbar: Ja Monitor klappbar: Nein
Monitor drehbar: Ja Monitor drehbar: Nein
Größe: 139mm x 105mm x 79mm Größe: 158mm x 168mm x 83mm
Gewicht: 730g (betriebsbereit) Gewicht: 1340g (ohne Akku und Speicherkarte)

 

 

Pro und Contra

 

Abschließend möchte ich noch unsere Liste an Vor- und Nachteilen an die Hand geben. Natürlich vergleichen wir hier zwei völlig unterschiedliche Preisklassen, dennoch sind es Eindrücke die das ganze etwas genauer beschreiben und euch eine Hilfestellung sein dürften.

 

Canon EOS 80D

+ Größe, nicht zu schwer, kann man sehr gut mitnehmen

+ perfekte Einsteigerkamera mit verständlichen Beschreibungen der jeweiligen Programmautomatiken (AV,TV..)

+ sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis

+ ausklappbarer & drehbarer Bildschirm

– Anordnung von integriertem Wahlrad mit Steuerkreuz ist unpraktisch, da man mit den Fingern oft ausrutscht, vor allem beim schnellen Scrollen durch die Bilder.

 

Canon 1 DX Mark II

 

+ extrem lichtstark

+ extrem schnell

+ sehr guter Autofokus

+ liefert unter den schwierigsten Verhältnissen absolute Topqualität

+ unglaubliches Bokeh

– hoher Preis der für viele nicht erschwinglich ist

 

In weiteren Artikeln werde ich noch genauer auf die wichtigen Dinge der digitalen Fotografie eingehen. Dort wird dann im Detail erklärt welche Einstellungen für gewisse Aufnahmen wichtig sind.

Abschließend wollen wir uns sehr herzlich bei Canon für das zur Verfügung stellen der beiden Kameras bedanken.

 

25
Okt
2016
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Das neue iOS 10.1 Update ist da

Gestern Abend deutscher Zeit, veröffentlichte Apple das von iPhone 7 Plus Besitzern lang erwartete Update iOS 10.1

Mit dieser neuen Version, kommt endlich das bereits lang angekündigte Foto Feature für Tiefenschärfe Aufnahmen. Diese Besonderheit ist allerdings nur den Geräten iPhone 7 Plus mit seinen 2 Kameras vorbehalten. Hatte es Apple schon so auf seinem iPhone 7 Event demonstriert, so brauchte es nun noch weitere 8 Wochen bis es nun integriert wurde. Dennoch ist es immer noch als Beta gekennzeichnet und wird wohl noch ein paar Updates erhalten.

Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen die neue Funktion zu testen und bin begeistert. Das was einem von Apple demonstriert wurde, sieht auch genauso gut in Wirklichkeit aus. Um ein paar Eindrücke zu vermitteln, habe ich meine Testbilder eingefügt.

 

 

Die weiteren Änderungen von iOS 10.1 im Überblick:

Kamera und Fotos

  • Porträtkamera für iPhone 7 Plus in beta Stadium, mit der ein Tiefeneffekt erzeugt wird
  • Personennamen in der Fotos-App werden in iCloud-Backups gesichert
  • Verbesserte Darstellung von Fotos in einem breiten Farbspektrum in der Rasterdarstellung der Fotos-App
  • Beheben eines Problems, das bei manchen Benutzern beim Öffnen der Kamera-App einen verschwommenen oder blinkenden Bildschirm verursachte
  • Beheben eines Problems, das gelegentlich beim Aktivieren der iCloud-Fotomediathek zum plötzlichen Beenden von „Fotos“ führte

Karten

  • ÖPNV-Unterstützung für alle wichtigen Bahn-, U-Bahn-, Fähr- und nationale Buslinien sowie für die lokalen Bussysteme in Tokio, Osaka und Nagoya
  • Schilderbasierte ÖPNV-Navigation, einschließlich Pläne der unterirdischen Anlagen und Fußgängertunnel in den großen ÖPNV-Stationen
  • ÖPNV-Tarifvergleiche beim Anzeigen von alternativen Routen

Nachrichten

  • Neue Option zum Wiederholen von Sprechblasen- und Hintergrundeffekten
  • Wiedergabe von Nachrichteneffekten bei aktivierter Einstellung „Bewegung reduzieren“
  • Beheben eines Problems, das gelegentlich zur fehlerhaften Anzeige von Kontaktnamen in „Nachrichten“ führte
  • Beheben eines Problems, bei dem beim Öffnen von „Nachrichten“ ein weißer Bildschirm angezeigt wurde
  • Beheben eines Problems, bei dem die Option „Werbung melden“ bei unbekannten Absendern nicht angezeigt wurde
  • Beheben eines Problems, das dazu führte, dass bei Videos, die mit der Nachrichten-App aufgenommen und gesendet wurden, der Ton fehlte

Apple Watch

  • Infos zu Strecke und durchschnittlicher Pace für Outdoor-Rollstuhltrainings im Lauf- und Gehtempo in der Trainingsübersicht in der Aktivitäts-App
  • Beheben von Problemen beim Synchronisieren von Musik-Playlists mit der Apple Watch
  • Beheben eines Problems bei der Anzeige von Einladungen und Daten in der Aktivitätsfreigabe
  • Beheben eines Problems, bei dem die Aktivitätsfreigabe über Mobilfunk aktualisiert wurde, obwohl die Funktion manuell deaktiviert wurde
  • Beheben eines Problems, das bei Drittanbieter-Apps zu Abstürzen während der Texteingabe führte

Andere Verbesserungen und Fehlerbehebungen

  • Verbesserte Bluetooth-Verbindungen mit Zubehör von Drittanbietern
  • Verbesserte AirPlay-Synchronisierung beim Beenden des Ruhezustands von Geräten
  • Beheben eines Problems mit der Wiedergabe von gekauften iTunes-Inhalten, wenn die Einstellung „iTunes-Käufe zeigen“ deaktiviert ist
  • Beheben eines Problems, das beim Verwenden bestimmter Selfie-Apps und Gesichtsfilter mit der FaceTime HD-Kamera auf dem iPhone 7 und iPhone 7 Plus die Live Preview-Anzeige verhinderte
  • Beheben eines Problems in „Health“ beim Benutzen der chinesischen Handschrifttastatur, bei dem einzelne Striche in unterschiedliche Zeichen umgewandelt wurden
  • Verbesserte Leistung in Safari beim Teilen von Websites mit „Nachrichten“
  • Beheben eines Problems in Safari mit der Anzeige von Webvorschauen in der Tabdarstellung
  • Beheben eines Problems, bei dem manche E-Mails in sehr kleinen Text umformatiert wurden
  • Beheben eines Problems mit der Formatierung mancher HTML-E-Mails
  • Beheben eines Problems, bei dem das Suchfeld in „Mail“ verschwand
  • Beheben eines Problems, das beim Start das Aktualisieren von Widgets in der Ansicht „Heute“ verhinderte
  • Beheben eines Problems mit dem Laden von Daten im Wetter-Widget
  • Beheben eines Problems auf dem iPhone 7, bei dem die Klickeinstellungen für die Home-Taste nicht in den Suchergebnissen angezeigt wurden
  • Beheben eines Problems, das Spamfilter-Erweiterungen daran hinderte, Werbeanrufe zu blockieren
  • Beheben eines Problems, das das ordnungsgemäße Aktivieren von Wecktönen verhinderte
  • Beheben eines Problems, bei dem die Audiowiedergabe über Bluetooth gelegentlich Störungen beim Taptic Engine-Feedback verursachte
  • Beheben eines Problems, das bei manchen Benutzern das Wiederherstellen vom iCloud-Backup verhinderte
16
Okt
2016
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Der nächste Schritt: digitalnaive mit photopraline und Canon

Nach dem Katharina von photopraline.com und ich lange Zeit nach einem Inhalt für eine neue Zusammenarbeit gesucht haben, sind wir nun fündig geworden.

 

Canon unterstützt uns

Wir wollten etwas machen, was meine Welt, die Technik, und ihre Welt, die Fotografie, sinnvoll verbindet. Hier kam uns die Idee eines mehrteiligen Tutorials zur digitalen Fotografie. Während meiner 3 wöchigen Urlaubsabwesenheit, hatte Katharina ohne mir davon zu berichten, die Initiative ergriffen. Sie schrieb eine Anfrage an Canon und erzählte von unserer Idee der Kooperation. Canon antwortete prompt und sagte uns ihre Unterstützung zu.

 

Für unser Tutorial werden wir nun die nächsten 4 Wochen mit einer Canon 1DX Mark II und einer EOS 80D ausgestattet. Dazu bekamen wir noch ein 50mm Festbrennweiten Objektiv und ein 16-35mm Objektiv. Damit wollen wir sowohl den Profi Bereich, als auch den ambitionierten Einsteigerbereich mit einem Tutorial abdecken.

 

Die Canon Lieferung

 

 

Dazu werden wir über Themen wie richtige Einstellungen, richtige Motivsuche oder ideale Lichtverhältnisse schreiben. Natürlich sind dies nur ein paar Punkte die wir erklären wollen, dazu die nächsten Wochen dann mehr. Aber auch die technischen Begebenheiten die mit dem Fotografieren zusammenhängen, wollen wir ausführlich für Einsteiger behandeln.

 

Katharina hat es sich natürlich nicht nehmen lassen und war gestern direkt mit der Canon 1DX Mark II und dem Blogger gastrobenni auf einem Champagner und Brottasting. Was sie dort für Eindrücke sammeln konnte, seht ihr hier auf ihrer Seite.

 

Alles weitere kommt dann in den nächsten Wochen. Wir freuen uns auf die Ausarbeitung.

23
Aug
2016
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Samsung Gear IconX – Konkurrenz für Bragi?

Nach meinem Bragi – the Dash Test im Februar diesen Jahres, darf ich im heutigen Beitrag ein erstes Konkurrenz Produkt testen. Die Rede ist vom Samsung Gear IconX, welches mir die Jungs von wingshandy.com in Verbindung mit einem Samsung Galaxy S7 Edge zur Verfügung gestellt haben.

Bei den Samsung Gear IconX handelt es sich um In-Ear Kopfhörer, welche komplett kabellos sind und sich per Bluetooth mit anderen Geräten verbinden lassen. Zusätzlich könnt ihr euren Puls messen, Schritte zählen, Musik auf den 4GB Speicher spielen und die Kopfhörer per Touch-Geste an der Außenseite steuern. Zusätzlich spricht euch während dem Sport eine Stimme ins Ohr, wie weit ihr schon gelaufen seit, welches Tempo ihr aktuell lauft und wie viele Kalorien ihr schon verbrannt habt.

Was das Gerät sonst noch so alles mit sich bringt, sehen wir in den folgenden Rubriken:

 

 

Samsung Gear IconX – Design

Gehen wir Schritt für Schritt vor und betrachten die Kopfhörer mal direkt nach dem ersten Auspacken. So finden wir kleine Ohrstücke, welche jeweils in eine gummi-artige Ohrhalterung eingesetzt sind. Diese Halterung ist austauschbar und Samsung liefert hier 3 verschiedene Größen mit. Im Ohr eingesetzt, soll sich ein kleiner Gummibügel in dieser Halterung an euer Ohr ideal anpassen. Das funktioniert, weil ein kleines Löchlein eine Verformung und Anpassung an das Ohr zulässt.

Die Optik des eigentlichen Ohrenstöpsel erinnert an alte abgerundete dreieckige Wick Bonbons aus Kindertagen. Sehr viel größer als so ein Bonbon sind die Icon GearX auch gar nicht. Der Aufsatz, der in den Gehörgang geschoben wird, ist marktüblicher Kunststoff, der ebenfalls in 3 verschiedenen Größen beiliegt. Es sollte somit für jede Ohrgröße etwas dabei sein.

Betrachtet man die Kopfhörer aus Designsicht, so kann man an der Verarbeitung und Optik nichts aussetzen. Hier hat Samsung kein Feuerwerk abgeliefert und neben einem Bragi würden die Samsung eher schlicht erscheinen. Samsung liefert seine Kopfhörer in 3 verschiedenen Farben. Ihr könnt die IconX in Weiß, Schwarz oder Blau erwerben – die ich alle als gelungen empfinde. Gerade die weißen und schwarzen Ausführungen machen optisch was her.

 

Samsung Gear IconX – Funktionen

Zu den Funktionen habe ich ja eingangs schon ein bisschen was gesagt, dennoch will ich auf die Dinge erneut genauer eingehen. In erster Instanz entfallten die IconX natürlich ihr volles Potenzial mit Samsung eigenen Smartphones. Die Kopfhörer werden von Samsung selbst als Fitness-Tracker betrachtet. Das liegt natürlich an den vielfältigen Möglichkeiten, die das Gerät mit sich bringt.

Die InEar´s sind Schrittzähler, Pulsmesser, MP3-Player oder einfach nur euer Smartphone Headset zum Telefonieren. Vorteilhaft finde ich, dass man nicht zwingend sein Smartphone benötigt, wenn man mit den Kopfhörern Sport machen möchte. Das ist aber von Anwendungsfall zu Anwendungsfall unterschiedlich. Sofern man keine zwingende GPS Aufzeichnung seiner Lauf-, Wander- oder Fahrradroute benötigt, kann man über den integrierten 4GB großen MP3 Player auch ohne Handy Musik hören.

Mehr hat man selbstverständlich davon, wenn man die IconX mit seinem Smartphone koppelt und Apps wie Spotify oder Runtastic benutzt.

Die IconX

Um den Bragi – The Dash in nichts nachzustehen, hat sich Samsung ebenfalls dazu entschieden, die Funktion zum Durchlassen von Geräuschen einzubauen. Wer nicht jedesmal extra seine Kopfhörer aus dem Ohr nehmen möchte, um mit seinem Nebenmann zu reden, der kann per Touchgeste die Nebengeräusche durchlassen. Dieses Feature hatte mich schon bei den Bragi sehr fasziniert und auch Samsung punktet mit dieser Funktion bei mir.

Wer den integrierten MP3 Player nutzen möchte, muss die Kopfhörer in die mitgelieferte Schale legen, diese per micro-USB-Kabel mit seinem Computer verbinden und dann Lieder auf den integrierten Speicher der Gear IconX kopieren. Wer ein neueres Samsung Smartphone besitzt, kann sogar direkt die Lieder von seinem Handy auf die IconX spielen, das ist dank eines mitgelieferten Adapters möglich.

 

Samsung Gear IconX – Spezifikationen

Messdaten

Akku

Maße

Konnektivität

Lieferumfang

  • verbrauchte Kalorien
  • Distanz
  • Dauer
  • Herzfrequenz
  • Geschwindigkeit

  • Ohrhörer: 47mAh
  • Lade-Etui: 315mAh
  • 2 Ladungen mit Lade-Etui

Ohrhörer

  • Höhe: 18,9 mm
  • Breite: 26,4 mm
  • Tiefe: 26,0 mm
  • Gewicht: 6,3g

Lade-Etui

  • Höhe: 30,3 mm
  • Breite: 92,0 mm
  • Tiefe: 35,3 mm
  • Gewicht: 52g

  • USB 2.0
  • Bluetooth 4.1
  • Bluetooth-Profile: A2DP, AVRCP, HFP
  • Sensoren: Accelerometer, HR Sensor

  • Ladebehälter
  • Ohrhörer
  • Ohrstöpsel(S, M, L)
  • Kurzanleitung
  • USB-Anschluss
  • USB-Kabel
  • Flügelspitzen(S, M, L)

Samsung Gear IconX – Handhabung

Da die Kopfhörer alles daran legen, schön klein, kabellos und unauffällig zu sein, bietet sich hier auch kein großer Spielraum für Bedienungsmöglichkeiten. Das bedeutet, dass ihr diesen Kopfhörer natürlich dank Bluetooth Kopplung über eine App steuern könnt, aber auch mit Touchgesten auf der Außenseite des Gehäuses ist dies möglich.

Die Iconx im Ohr

Wollt ihr die Lautstärke verändern, müsst ihr am linken Earpiece nach oben oder unten wischen. Wenn ihr das Lied pausieren wollt, tippt ihr einmal, bei einem Double Touch wird es das nächste Lied und mit einem Dribble Touch springt ihr ein Lied zurück. Hinter dem Double Touch versteckt sich aber auch noch das Annehmen oder Beenden eines Anrufes. Einen Anruf ganz ablehnen könnt ihr durch langes drücken des Kopfhörers.

Sobald man die IconX in die Ohren einsetzt, erkennen diese die kurze Distanz zueinander und verbinden sich untereinander automatisch. Diese Verbindung berichtet euch das Gerät mit einem kurzen Ton im Ohr. Zusätzlich müsst ihr die Kopfhörer mit dem Gerät eurer Wahl per Bluetooth koppeln, erst dann kann es wirklich losgehen.

 

Die Verpackung

Der Kopfhörer

Das Lade-Etui

 

Samsung Gear IconX – Audio

Die Tonqualität konnte ich beim Joggen, in der Stadt und daheim auf der Couch testen. Somit hatte ich unterschiedlichste Anwendungsfälle und kann ein recht rundes Urteil über die Tonqualität fällen.

In allen 3 Fällen habe ich ein durchweg positives Sounderlebnis genießen können, das liegt in erster Linie an dem festen Sitz der Kopfhörer und der damit verbundenen Abdichtung der Ohren. Somit kommen Außengeräusche natürlich nicht an das Ohr und beeinflußen die Klangqualität nicht. Die abgespielte Musik Klang sauber und nie übersteuert, allerdings hat mir etwas Bass bzw. Fülle gefehlt. Hier haben die Bragi etwas die Nase vorne.

Auch bei dem Feature, was das Durchlassen von Außengeräuschen ermöglichen soll, ist die Klangqualität beim Durchschleifen von Bragi besser. Hier liefern die dafür verwendeten Mikros von Samsung keine saubere Arbeit. Dennoch ist das Feature funktionstüchtig und erfüllt seinen Zweck. Es ist auf keinen Fall nutzlos oder nicht anwendbar.

Die Stimme, die euch durch das Menü führt. ist dafür schön klar gesprochen und man kann gut folgen.

 

Samsung Gear IconX – Akku

Kommen wir zu einer sehr gravierenden Schwachstelle der Samsung Gear IconX – dem Akku. Hier hat es Samsung leider nicht geschafft, einen größeren Akku als 47mAh einzubauen. Vergleichen wir wieder mit den Bragi – The Dash, so stellen wir fest, dort wurden 100mAh verbaut. Das ist direkt das Doppelte.

Samsung versucht diesen geringen Akkuwert mit unterschiedlichen Wiedergabezeiten schön zu reden, aber das ändert nichts an der Tatsache. Auf der Produktseite von Samsung findet ihr folgende Angaben zur Akkulaufzeit:

Standalone Musikwiedergabe: Bis zu 3,8 Stunden
Standalone Musikwiedergabe + Workout: Bis zu 3,4 Stunden
Audio-Streaming (über Bluetooth): Bis zu 1,6 Stunden
Audio-Streaming (über Bluetooth) + Workout: Bis zu 1,5 Stunden

Bragi ruft bei Audio-Streaming über Bluetooth inklusive Workout eine Laufzeit von 3 Stunden aus. Womit logischerweise die doppele Akkukapazität nachgewiesen ist.

Auch das mitgelieferte Ladeetui hat nur einen Akku von 315mAh, damit ladtet ihr die Kopfhörer gerade 2 mal wieder voll. Bragi im Vergleich liefert im Etui einen Akku von 2200mAh. Das reicht für 5 volle Ladungen unterwegs.

Für mich sind das massive Einschränkungen, die schon sehr kritisch hinterfragt werden müssen. Ich kenne viele Personen, die durchaus länger als 1,5 Stunden einen Workout machen und dabei gerne ihre Spotify Playliste hören wollen. Das ist mit Samsung somit nicht mehr erreichbar und ein klares Minus.

Bei meinem Test war in der Tat nach etwas mehr als 1,5 Stunden Schluss und ich musste die IconX wieder laden.

 

Samsung Gear IconX – Lieferumfang

Beim Lieferumfang gibt es keine großartigen Überraschungen. Samsung liefert freundlicherweise InEar Aufsätze in 3 Größen und auch für die Ohrmuschelhalterung sind 3 verschiedene Größen im Karton. Das Ladeetui ist ebenfalls teil des Lieferumfangs und eine Anleitung plus Garantie liegt auch bei.

Neben dem Ladekabel findet sich aber noch ein kleiner USB Adapter, mit welchem ihr die IconX direkt mit Samsung Smartphones der neueren Generation verbinden könnt. Das ermöglicht euch das direkte Überspielen von Musik von eurem Smartphone auf den integrierten 4GB Speicher der Kopfhörer.

Der Lieferumfang der IconX

 

Samsung Gear IconX – Fazit

Ich habe mich sehr gefreut, 6 Monate nach meinem Bragi Test ein erstes Konkurrenzprodukt testen zu können. Mit den Samsung Gear IconX habe ich Kopfhörer ausprobieren dürfen, die zwar vieles genauso gut wie die Bragi machen, aber in manchen Punkten noch viel Luft zum Platzhirschen zu erkennen ist.

Für mich war unter anderem der Tragekomfort der IconX nicht so bequem wie die der Bragi, das kann sich aber bei jeder Person völlig anders ergeben.

Natürlich kosten die Bragi 100 Euro mehr als die Samsung Gear IconX (199,- € auf Amazon), aber jeder muss für sich selbst entscheiden, ob der geringere Preis einen sehr defizitären Akku rechtfertigt. Zusätzlich haben die Bragi noch den Vorteil, dass man damit Schwimmen gehen kann, was bei Samsung nur mit einem minimalen Wasserschutz abgedeckt ist.

Da ich glücklicherweise beide Modelle testen konnte, würde ich trotz dem teureren Preis zu den Bragi – The Dash tendieren, da diese Kopfhörer das rundere Gesamtbild abliefern. Dennoch wird es viele glückliche Käufer der Samsung Gear IconX geben, da diese wunderbar mit der Samsung Welt harmonisieren.

Samsung Gear IconX – Wertung

Design  |  9
Lieferumfang  |  8
Akkulaufzeit  |  5
Preis  |  7
Preis/Leistung  |  6

 

Gesamt  |  7

 

 

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