13
Jul
2016
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Samsung Gear VR

Virtual Reality – Meine ersten Schritte in der neuen Welt

Mir ist es bis zum heutigen Tage noch nicht gelungen eine Virtual Reality Brille auszuprobieren. Hier haben mir die Jungs von winghandys.com ausgeholfen. Von ihnen habe ich die Samsung Gear VR mit einem Galaxy S6 zum Testen erhalten.

 

Die Gear VR kann unter anderem mit dem hierzulande nicht erhältlichen Note 5 oder dem S6 edge, dem S7 und dem S7 edge bestückt werden. Im Karton selbst befinden sich noch zwei Gummibänder die noch nicht montiert sind. Das eine ist für den Halt auf der Kopf Oberseite, das andere für den Halt um den Kopf herum gedacht. Die Schaumstoffränder sind sehr dick und haben mich schon nach kurzem tragen mit einem leichten Schweißstreifen versehen. Es mag zwar sehr bequem zum Tragen sein, wenn ich dafür aber wie ein Büffel schwitze, habe ich nicht zwingend einen Mehrwert. Das wäre somit ein kleiner Kritikpunkt, der mir gleich zu Beginn aufgefallen ist.

Der Start

Zu Beginn muss man das Handy in die Brille einsetzen, um dann umgehend von einer Stimme aufgefordert zu werden, das Gerät wieder herauszunehmen. Das hat allerdings den Hintergrund, dass man jetzt im Handy direkt auf die Seite geleitet wird, um die notwendige VR App zu installieren. Diese Installation ist notwendig, um überhaupt in den Genuss der VR Funktion zu kommen.

 

Nach der Installation legt man das Handy wieder in die Brille ein und setzt sie auf. Samsung schickt den User jetzt durch ein erstes Tutorial, um die Brille zu kalibrieren und an die Bedienung zu gewöhnen. Man bekommt Aufgaben, die dazu dienen, die seitlichen Tasten zu finden und zu verstehen, wie man sie bedienen muss. So befindet sich auf der rechten Seite der Brille ein Button der zum bestätigen von Aktionen notwendig ist. Er ist Mittelpunkt einer Fläche die wie ein Kreuz aufgebaut ist und mit Wischgesten bedient wird um sich durch das Menü zu navigieren. Hat man sich durch die ersten Schritte gekämpft, gelangt man in den Home Bereich. Dieser ist ein großer Raum in dem man sich sogleich umsehen und ein erstes Gefühl von Virtual Reality erhalten kann.

 

Und genau da beginnt dieses neue Verhalten. Man hat die Brille auf dem Kopf, ist von der Außenwelt für meinen Geschmack komplett abgeschottet und fängt an sich zu drehen, da man ja alles um einen herum sehen möchte. Das macht mir sofort Spaß und die Neugier wächst, was man alles erleben kann. Ab hier zeichnet sich nun die Vielfalt ab, die einem Virtual Reality zu bieten hat. Es können Apps installiert, spezielle 360° Videos auf YouTube angesehen oder extra angefertigte Touren durchlaufen werden.

 

Die Spezifikationen

Display

Optische Linse

Sensoren

Besonderheiten

Maße/Gewicht

  • 14,39 cm (5,7 Zoll) WQHD Super AMOLED (2.560 x 1.440 Pixel)

  • 96˚-Sichtfeld

  • Beschleunigungsmesser
  • Gyroskop
  • Magnet-Sensor
  • Näherungssensor

  • microSD™ mit 16 GB im Lieferumfang enthalten

  • Höhe: 9,3 cm
  • Breite: 20,1 cm
  • Tiefe: 11,6 cm
  • Gewicht: 318g

 

360° Videos

Mein größtes Interesse galt direkt den besagten 360° Videos. Mittlerweile gibt es einige Anbieter auf dem Markt, welche Kameras entwickelt haben, die explizit 360° aufzeichnen.

 

So war erst vor kurzem für die VidCon in Anaheim von Samsung die Kamera an 10 berühmte YouTuber verteilt worden. Diese drehten einige 360° Videos und ich wollte mir unbedingt das Werk von Ben Brown ansehen. Um im Ansatz einen Eindruck von VR zu erhalten, solltet ihr das Video mit einem Smartphone oder Tablet ansehen, denn da ist es möglich den 360° Blick zu vollziehen.

 

 

Mit der Brille auf dem Kopf ist es aber ein völlig neues Erlebnis und wirklich spannend. Diese komplett neue Art etwas zu erleben ist durchaus faszinierend und wird viele neue Möglichkeiten bieten.

 

Als zweites Video habe ich dann noch eine Achterbahnfahrt ausprobiert. Diese diente aber nur dazu, mich auf das sogenannte „Motion Sickness“ zu testen. Hinter dem Begriff verbirgt sich die Verträglichkeit des menschlichen Körpers mit der Realitätstäuschung, die durch solche Videos entsteht. Dem Gehirn suggeriert das Video eine Achterbahnfahrt, weshalb der Körper auf einsetzende Richtungswechsel wartet. Und ich konnte nach einigen Sekunden besagte Phänomene erkennen. Ausprobiert habe ich die 2-minütige Fahrt im Stehen, was unter Umständen ein Fehler war. Leider habe ich verpasst, es nachträglich nochmal im Sitzen zu testen. Mehr als diese 2 Minuten hätte ich aber nicht geschafft, denn die Schwindelgefühle verstärkten sich bei mir zunehmend.

 

Leider ist es wohl so, dass einige Menschen auch schon mit herkömmlichen Virtual Reality Darstellungen Probleme haben. Andere wiederrum bekommen es nur bei schnell bewegten Bildern, wie ich bei Achterbahnfahrten, und wieder andere reagieren gar nicht darauf.

 

 

Fazit

Nach meinem kurzen Test in der VR Welt kann ich sagen: Es hat mir gefallen. Ich bin beeindruckt, was uns diese neue Technik für tolle Eindrücke liefert. Aber ich muss auch sagen dass die Bildqualität bei dieser Handy-VR-Brille nicht wirklich überzeugen kann. Es ist jedoch nicht verwunderlich, da die Virtual Reality einen großen Schwung Hardwareperformance benötigt. Hier liefern die neuen echten VR-Brillen, wie HTC Five oder die Oculus Rift dank PC-Versorgung ganz andere Qualitäten. Auch ist die Smartphone Brille durch eine schnelle Erwärmung des Handys stark limitiert, da man nach ca. 15 Minuten eine Überhitzungsmeldung erhält. Das zwingt dann sofort zu einer Pause und trübt die Erfahrung doch sehr.

 

Die ersten Schritte in der Virtuellen Welt haben mich neugierig gemacht, was denn die richtigen Brillen liefern können. Auch stehen viele Spiele für diese Welt in den Startlöchern und verändern die Art des Gamings grundlegend. Ich denke an Spiele aus dem Horror Segment, wie zum Beispiel das bald erscheinende Resident Evil 7. Wie Menschen, die das Spiel schon spielen durften, reagieren, seht ihr im Video. Ich wüsste gar nicht, wie ich reagieren würde. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die hier komplett cool bleiben.

Gerade weil mich Games interessieren, werde ich mir sehr bald mal besagte Brillen genauer ansehen und euch davon berichten. Allerdings schreckt mich die benötigte Hardware hierzu schon sehr ab.

 

Braucht man eine Virtual Reality Brille wie die Samsung Gear VR für sein Smartphone? Ich meine NEIN! Es sind immerhin 100 Euro die ihr dafür berappen müsst, benötigt noch das passende Samsung Smartphone, erhaltet dafür aber viel zu wenig Gegenwert, der das rechtfertigt.

 

Wer aber die Möglichkeit hat, VR zu testen, dem kann ich nur dazu raten. Es ist ein wirklich interessantes Erlebnis und ich freue mich auf alles, was da noch kommt.

 

Mein dank an der Stelle an wingshandy.com, welche mir die beiden Geräte zum Testen überlassen haben!

 

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