3
Jun
2016
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Der Bitcoin

Bitcoin – Die Währung für Nerds?

Bitcoin ist tot!

Der lange Weg zum Ruhm

Das dachten zumindest schon so einige Spezialisten als die kryptische Währung Bitcoin kurz nach seinem Start nicht so richtig in die Pötte kam und Anfang 2015 der freie Fall unaufhaltsam schien. Doch nach der ersten großen Krise kam eine stabile Phase die bis Ende 2015 dauerte, bis nun urplötzlich das Interesse an der Währung wiederentdeckt wurde.

 

Seit dem geht es teils steil bergauf für Bitcoin. In den letzten Wochen aber kam wieder einer dieser extremen Anstiege, die viele aufhorchen lies.

16% Wachstum binnen 1 Monat

Kostete Mitte Mai 1 Bitcoin noch 450 $, so sind es in den letzten Tagen mittlerweile 525 $ geworden – ein Anstieg um 16%. Vergleichen wir den Wert jetzt noch mit dem Tief aus dem Januar 2015, damals lag der Bitcoin bei 214 $, haben wir binnen 18 Monaten eine Entwicklung um 145%! Für eine Währung die schon mehrfach für tot erklärt wurde ganz schön lebendig.

 

Der rasende Aufstieg

 

Was aber ist ein Bitcoin?

Der Bitcoin ist eine rein digitale Geldeinheit, welche dezentral in einem Rechnernetz mit Hilfe eigener Software verwaltet bzw. geschöpft wird. Desweiteren ist die Zahlart durch keine Regierung oder Bankenaufsicht reguliert und weltweit gleichermaßen einsetzbar. Man kann binnen Sekunden Transaktionen von Kanada nach China auslösen die einen verschwindend kleinen Betrag an Tranksaktionsgebühr nach sich ziehen.

Alleine während ich diesen Beitrag geschrieben habe, hat sich der Wert um 11$ gesteigert!

Eine Transaktion wird zwischen zwei Teilnehmern in Form einer Blockchain abgewickelt. Das bedeutet dass die Informationenen des Transfers aus einer Reihe von Datenblöcken besteht, welche mit Prüfsummen versehen sind. Für diese Transaktion benötigen aber beide Teilnehmer eine sogenannte Wallet (Brieftasche). Der Versender gibt eine pseudonyme Adresse des gegenübers an, die dieser ihm vorab mitteilen muss. Jeder Benutzer hat die Möglichkeit sich beliebig viele Wallets (ID´s) anzulegen.

Die Transaktionen werden mit einer digitalen Signatur versehen und in einer öffentlichen, vom gesamten Netzwerk betriebenen Datenbank, der Block Chain, aufgezeichnet.

Eine Identifizierung des Gegenübers ist nicht möglich. Eine vollständige Anonymität garantiert das System allerdings auch nicht, da die Kette aller Transaktionen öffentlich in der Transaktionsgeschichte verzeichnet wird und eine Verknüpfung von Bitcoinadressen mit identifizierenden Informationen prinzipiell möglich ist.

Wer Bitcoins erwerben will, muss dies über Tauschbörsen tun, welche bisher nicht reguliert sind. Allerdings unterliegen diese Börsen jedoch Auflagen zur Erschwerung von Geldwäsche, z. B. in Form von Auszahlungslimits oder Know-your-customer-Prinzipien. Anschließend hat man dann seinen Betrag von Euro in Bitcoin umgewandelt und kann damit in einigen Onlineshops, bei manchen Pizzalieferanten oder Kneipen sein Bier bezahlen. Hintergrund dafür ist, dass der Europäische Gerichtshof entschieden hat, dass bei einer Bitcoin-Zahlung keine Umsatzsteuer mehr anfallen darf.

 

Meine Auswahl an verschiedenen Wallet-Anbietern und Marktplätzen beruht nur auf meiner Recherche und ich übernehme natürlich keinerlei Verantwortung. Ich selbst habe mein Wallet bei Blockchain und kaufe Bitcoins über Coinimal.

 

Wer sich jetzt intensiver mit Themen wie Sicherheit, Handel, Eigenschaften oder Technik des Bitcoin beschäftigen will, dem kann ich die Internetseite bitcoin.org ans Herz legen. Auch der Eintrag bei Wiki ist in meinen Augen sehr informativ und bietet viele gute Informationen um einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen. Wer noch einen Schritt weiter gehen will, der sollte sich zum einen das Forum Bitcointalk oder die reddit Seite nicht entgehen lassen. Das Forum hat trotz internationalem Ansatz auch einen eigenen deutschsprachigen Bereich.

 

Einen sehr spannenden Vortrag zu dem Thema gibt es von Andreas M. Antonopoulos, seines Zeichens Bitcoin Experte und Author des Buches Mastering Bitcoins.

 

Meinung

Ihr seht schon, das ganze klingt ziemlich Nerdig. Ist es auch. Das bedeutet aber nicht dass man sich vor dem Thema scheuen muss. Ich für meinen Teil finde es sehr spannend, denn es entwickelt eine Dynamik, die keiner Bank der Welt gefallen wird. Gerade erst haben Australische Behörden bekannt gegeben 24.500 Bitcoin im Wert von 12 Millionen Dollar zu versteigern. Aber auch viele Chinesen retten derzeit ihre ganzen Ersparnisse in die digitale Währung um der negativen Währungspolitik des eigenen Landes zu entfliehen. Das ganze beflügelt aktuell den Bitcoin extrem und dürfte aus meiner Sicht viel dafür tun, im positiven Sinne die Werbetrommel für Bitcoin zu rühren.

 

Alte Probleme der Währung die in Verbindung mit dem Darknet Marktplatz (Drogen/Waffen) Silk Road gebracht wurden sind langfristig beseitigt. Die Plattform wurde Ende 2013 vom Netz genommen. Somit ist der Ruf der „schmutzigen Währung“ nicht mehr gegeben.

 

Dennoch möchte ich euch warnen! Keiner sollte Bitcoin für schnelles Geld oder zum spekulieren verwenden. Setzt nur Geld ein von dem ihr auch wisst dass es unter Umständen schnell an Wert verlieren kann. Ob Bitcoin wirklich stabil ist wird sich noch eine lange Zeit nicht sagen lassen. Für den Moment erlebt es einen Aufwind der gefährlich verführerisch ist, lasst euch nicht zu sehr locken. Alleine während ich diesen Beitrag geschrieben habe, hat sich der Wert um 11$ gesteigert! Das kann auch genauso schnell in die andere Richtung gehen.

 

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