22
Apr
2015
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Digitale Urlaubsplanung

Wie nutzt man die digitale Urlaubsplanung?

Mit meinem heutigen Beitrag möchte ich euch zeigen, wie ich den in Kürze anstehenden Kanada Trip zu 95% digital geplant und umgesetzt habe. Dazu waren verschiedene Apps und technische Geräte im Einsatz. Aber auch wichtige Internetseiten haben eine Rolle gespielt, die ich einzeln erläutern werde. Wann welche Mittel verwendet wurden, könnt ihr dem Text entnehmen. Viele dieser digitalen Helfer/Apps verwenden wir bereits im Alltag. Einige sind mit Sicherheit noch nicht für die Urlaubsplanung verwendet worden, wie es bei mir der Fall war. Damit ihr wisst von welchen Tools ich spreche, findet ihr hier die Liste als Überblick.

 

Geräte

  • iPad
  • Smartphone
  • MacBook

Apps

  • Tripadvisor
  • Wunderlist
  • Pinterest

Internetseiten

  • Google Maps
  • Google Sheets
  • Google Inbox

Das Reiseziel definieren

B

ei allen Reisen steht zuerst einmal das definieren des Ziels im absoluten Fokus. Hat man sich gemeinsam auf ein Land geeinigt, ging man bisher dazu über ins Reisebüro seines Vertrauens zu gehen, oder sich Bücher zum jeweiligen Land zu kaufen. Aber genau an der Stelle kommen für mich schon die klaren Stärken des Internets zum Greifen. Sei es eine Frage an der Pinnwand in Facebook in die Runde, eins der vielen Internetforen, die explizit für dieses Land existieren, oder diverse Seiten, die nur auf das Reisen in diesem Land spezialisiert sind. Ein unerschöpflicher Quell an Informationen, mit denen man sich alle offenen oder aufkommenden Fragen abfangen lassen.

 

In unserem Fall ging hier der allererste Weg tatsächlich direkt in ein Forum, welches nur auf das Reisen und Auswandern in Nordamerika/Kanada spezialisiert ist. Nach einer schnellen Registrierung habe ich dort ganz unverfroren direkt meinen Beitrag eröffnet und die erfahrenen Mitglieder um Hilfe gebeten. Daraus resultierten dann die ersten Anhaltspunkte, bei denen es nun galt, die digitale Urlaubsplanung mit weiteren Mitteln fortzuführen.

 

Google Maps – Ich plane meine Route

Digitale Urlaubsplanung – Die Route bei Google Maps

Jeder der ein Google Konto besitzt, kann sich auf Google Maps eigene Karten erstellen und dort auch Routen einplanen. Um überhaupt ein Gefühl für die Distanzen zu bekommen, ist diese App in meinen Augen ein unverzichtbares Mittel. So kann man schon grob abschätzen, wie weit die Ziele voneinander weg liegen und wie viel Aufwand man für das Reisen in etwa aufbringen muss.

Für das Planen der Route in Google Maps habe ich in der Tat nur das MacBook verwendet, da hier keine benutzerfreundliche Bedienung auf einem mobilen Gerät vorherrscht. Der große Vorteil ist aber, dass diese Karte in meinem Google Konto gespeichert ist und ich sie daher jederzeit auch auf dem iPad oder dem Smartphone öffnen kann.

 

Die Route ist bekannt – Wir buchen einen Flug

Für die Flugsuche gibt es natürlich diverse Portale. Auch wenn swoodoo oder fluege.de mit Sicherheit eine Daseinsberechtigung haben, so bin ich seit ein paar Jahren mit der Seite von Google ganz zufrieden. Auf http://matrix.itasoftware.com/ kann man nämlich sehr praktisch verschiedene Abflug- und Ankunftsflughäfen kombinieren. Das hat den Vorteil, dass man manchmal die deutlich besseren Schnäppchen macht, wenn man einen anderen nahegelegenen Abflughafen wählt. Da wir bei der letzten Station unserer Reise flexibel waren, haben wir zwischen Calgary und Edmonton als Rückflughafen jongliert und hier tatsächlich knapp 200 € pro Person und Flug sparen können.

 

airbnb – Die schönen, günstigen und menschennahen Unterkünfte

Eine Annonce im Detail

Mit airbnb habe ich bereits bei meinem New York Trip 2013 meine ersten Erfahrungen gemacht und war sehr angetan. Das hatte mich dazu bewogen, für die Kanada Reise auch dieses Mal diese Seite zu wählen.

 

An der Stelle kam auch sehr stark das iPad zum Einsatz. Man kann wunderbar die jeweilige Stadt oder Gegend eintippen und hat direkt auf einer Karte alle reservierbaren Unterkünfte mit der exakten Adresse im Überblick. Das hilft ungemein, um Laufstrecken oder konkrete Sightseeing Spots nicht aus dem Auge zu verlieren.

Von jedem Host kann man sich in aller Ruhe bereits vorhandene Bewertungen durchlesen, man weiß also vorher, worauf man sich einlässt. Aber auch der Vermieter kann entscheiden, ob der Interessent sich zuerst bei ihm vorstellen muss, bevor er ihm seine Unterkunft vermietet. So war es in nahezu all unserer Fälle. Wir mussten mit einer direkten Kontaktaufnahme über airbnb bei unseren Gästen anfragen, ob wir zum gewünschten Zeitpunkt kommen dürfen.

Das Schöne daran, man tauscht sich schon vor seinem Reiseantritt herzlich aus und wird immer mit warmen Worten begrüßt.

Die Kontaktaufnahmen in der Inbox

Jeder Ansprechpartner hat direkt die ersten Instruktionen zu seiner Wohnung mitgeschickt und jegliche Hilfe zur Planung für die jeweilige Gegend angeboten. Von 9 Unterkünften sind 8 über airbnb gebucht. Verglichen mit Hotelzimmern sparen wir zusammen im Schnitt gute 100€. Die Unterkünfte bieten alles, was wir für diesen Trip brauchen. Egal ob Waschmaschine, Küche oder WLAN es ist alles vorhanden, was wir bei so einer Reise benötigen.

 

Google Sheets – Ein besseres Gefühl für die Planung

Schon etwas länger gibt es nun den Excel Verschnitt von Google Sheets kostenlos im Internet. Der Vorteil ist, er ist von überall online erreichbar. Für unsere digitale Urlaubsplanung hat dieses schöne Tabellenkonstrukt ebenfalls Verwendung gefunden.

Der Stundenplan

Da wir keinen Check & Rush Urlaub machen wollten, war es mir sehr wichtig die wichtigsten Fakten in dieser Online Tabelle zu sammeln. So habe ich es für sinnvoll erachtet, den von meinen Freunden belächelten „Stundenplan“ anzulegen.

Hintergrund ist aber, dass man durch einen schnellen Blick erkennt, wo man wie viel Zeit für Unternehmungen übrig hat, wenn man auch Fahrten und Termine berücksichtigen muss. Wie schon erwähnt, hat man auf dieses Tool von allen Geräten direkten Zugriff und kann es immer bearbeiten beziehungsweise einsehen.

 

Google Inbox – Der neue Mail-Client als toller Helfer

Noch gar nicht allzu lange gibt es den neuen E-Mail Client von Google. Derzeit befindet er sich sogar noch in der Betaphase. Mit etwas Glück habe ich diese neue Form der Mailverwaltung seit gut 3 Monaten im Einsatz.

Wie viel einem Google hier bei der Vorsortierung schon automatisch abnimmt, ist faszinierend. Klar, der ein oder andere schreit hier nach Datenschutz oder gläserner Nutzer, aber ich bin jemand, der so etwas schätzt. Gerade die Reise nach Kanada, die damit verbundenen Buchungen, Reservierungen oder Konversationen per E-Mail haben die Stärke des Clients aufgezeigt.

Die Inbox in der Übersicht

Das für Inbox ein Google Konto Voraussetzung war, muss ich wahrscheinlich nicht erwähnen. Somit sind natürlich alle Google Programme miteinander verbunden. Was ich damit sagen will? Alle E-Mails die mit Buchungen/Reservierungen zu tun haben und ein Reisedatum beinhalten, wurden sofort in meinen Google Kalender übernommen. Zusätzlich ist auch die Übersicht in der Inbox sehr hilfreich. Alle wichtigen Fakten zu den Buchungen werden in der Liste aufgeführt, wie ihr auf dem Screenshot selbst erkennen könnt. Bei einem Klick auf das Kästchen öffnet sich automatisch Google Maps mit der Adresse. Bequemer geht es eigentlich nicht mehr. Im Vergleich zu alten E-Mailprogrammen oder Apps ist das weitaus hilfreicher und eliminiert nervige Suchereien auf einen Schlag.

 

Last but not least – Apps wie Wunderlist, Pinterest oder TripAdvisor sind nicht zu verachten

Wunderlist

Alles was ihr für eure Reise braucht

Wie man mit einer App wie Wunderlist die digitale Reiseplanung unterstützt, werde ich nur den Nichtkennern erklären müssen. Gerade für Reisen ist eine Checkliste eigentlich unabkömmlich.

Wunderlist ist ein Programm, was zum Auflisten von Aufgaben oder Abarbeiten von To-Do´s gedacht ist. Damit lässt sich ideal eine Liste erstellen, in der ihr alle Dinge eintragt, die bei eurem Trip auf gar keinen Fall fehlen dürfen. Der Vorteil von Wunderlist ist, dass dieses Programm sowohl im Browser, als auch auf allen Smartphones funktioniert. Ihr könnt also ständig an der Liste arbeiten und von überall aufrufen. Ein aber noch viel genialeres Feature ist das Teilen von Listen. In unserem Fall arbeiten also meine Freundin und ich an den Erinnerungen und dem Abhaken von bereits erledigten Punkten. So vergesst ihr sicher nichts Wichtiges.

 

 Pinterest

Meiner Wahrnehmung zufolge ist Pinterest leider noch viel zu wenig in Deutschland verbreitet. Die wenigen die es kennen, nutzen es in erster Linie für Kategorien wie Fashion, Einrichtung oder Do it yourself Tipps. Aber auch die Kategorie Travel existiert in Pinterest.

Das Ergebnis meiner Suchanfrage

Die einzigen Impressionen die man sich früher vor einer Reise machen konnte, kamen aus Büchern oder waren Fotoalben von Freunden/Familie. Heutzutage bietet uns das World Wide Web eine undefinierbare Vielfalt der Informationsbeschaffung. Natürlich könnten wir uns über die typischen Reiseseiten, Portale oder Blogs informieren.

Aber warum lasse ich mich nicht von einem Bild beziehungsweise Foto von einer Lokalität inspirieren? Wer in Pinterest zum Beispiel nach British Columbia sucht, bekommt wunderschöne Treffer angezeigt. Weil eben auch viele verschiedene Bilder von gleichen Lokalitäten abgelegt sind, kann man nun viel einfacher sondieren, ob einen der Spot tatsächlich interessiert.

Für mich ist Pinterest ab sofort, für jede Suche nach Spots oder Reise Highlights ein Muss. Ebenfalls denke ich, dass die Nutzung wie ich sie bereits anwende, in naher Zukunft gängige Praxis werden wird.

 

TripAdvisor

Empfehlung für ein Café

Ähnlich wie Pinterest geht es anscheinend auch TripAdvisor im deutschsprachigen Raum. Wir sind in diesem Land wohl immer noch zu bequem, zu verklemmt Meinungen zu teilen, oder Bewertungen zu schreiben. Zusätzlich sind wir immer sehr überpenibel und extrem kritisch. Das ist mit Sicherheit einer der Hauptkiller für Internetseiten im Format von TripAdvisor.

Dabei hat diese Seite und die App, die es kostenlos für alle Plattformen gibt, einen enormen Mehrwert. Möchte ich wissen, was in Vancouver die absolute Nummer 1 der Sehenswürdigkeiten ist, erhalte ich den Treffer binnen weniger Sekunden, inklusive Geografiedaten, Bewertungen, Fotos und allem, was ich dazu wissen muss. Um den vollen Nutzen aus diesem Angebot zu ziehen, macht es definitiv Sinn, bei TripAdvisor ein Konto anzulegen.

Alle Ziele auf einer interaktiven Karte

In selbigem hat man dann die Möglichkeit, sich die herausgesuchten Ergebnisse als Favoriten abzuspeichern. Das Ganze wird dann unter der zugehörigen Lokalität in meinem Konto abgelegt und kann von allen Plattformen zu einem späteren Zeitpunkt aufgerufen werden.

Über TripAdvisor kann man sehr schön vorab interessante Ziele prüfen oder wunderbar einfach in seine Favoriten speichern. Im Anschluss wäre es natürlich wünschenswert, dass der Nutzer auch Bewertungen für die besuchten Ziele hinterlässt, um nachkommenden Suchern einen Eindruck zu hinterlassen. Ich werde es bei diesem Trip selbstverständlich anwenden und meine Meinungen zu besuchten Zielen hinterlassen.

 

Fazit – die digitale Urlaubsplanung

Im heutigen Zeitalter sollten wir meiner Meinung nach, alle Möglichkeiten in Anspruch nehmen, um eine digitale Urlaubsplanung durchzuführen. Damit möchte ich nicht sagen, dass altbewährte Mittel wie Karten, Bücher oder Reisebüros gemieden werden sollen, aber das Rad der Zeit dreht sich weiter und hat viel zu bieten. Unter keinen Umständen sollten uns diese Mittel aber die Neugier am Entdecken nehmen! Auch gilt es zu vermeiden, Lokalitäten nur für einen kurzen „Check“ aufzusuchen, da der Rest ja sowieso im Internet zu sehen ist.

 

Der große Vorteil bei der digitalen Urlaubsplanung ist ganz klar die plattformübergreifenden Apps und Tools. Ebenfalls hat man auf all diese im Internet abgesicherten Inhalte weltweit Zugriff. Bekommen wir Vorort von unseren Hosts eine neue Empfehlung, so ergänzen wir es in unserer TripAdvisor Karte oder lassen uns durch Kommentare unter Umständen davon abraten. Lästiges Schleppen von diversen ausgedruckten Karten oder Beschreibungen entfällt. Das iPad oder das Smartphone übernehmen hier. Bei meiner ganzen Planung kamen alle 3 Geräte gleichmäßig zum Einsatz und haben sich wunderbar ergänzt. Nichts von all dem Aufgezählten ist nur über ein Gerät möglich gewesen. An der Stelle möchte ich erwähnen, dass es völlig unabhängig ist, ob es ein MacBook oder Notebook, ein iPad oder Android Tablet wäre. Hier geht es rein um die plattformübergreifenden Anbieter.

 

Wer von euch hat denn schon mal eine Reise digital geplant und umgesetzt?

Lasst es mich wissen.

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  1. Pingback : Kanadas Westküste - Vancouver als Startpunkt

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