6
Jul
2015
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Vancouver als Startpunkt – Kanadas Westküste

 

Vancouver – Aufbruch zu einem 3 wöchigen Roadtrip

Münchner Flughafen – Das Frühstück

Der Wecker klingelte sehr früh, ging doch der Flieger aus München Richtung Amsterdam schon um 9:25 Uhr. Noch mal geprüft ob wir auch wirklich alles hatten und dann ab zum Flughafen. Es war natürlich wie immer, man kommt übervorsichtig lieber zu früh. In unserem Fall dann doch irgendwie viel zu früh. Am KLM Schalter standen sage und schreibe 4 Personen vor uns, die Kofferaufgabe dauerte 5 Minuten und beim Sicherheitscheck vergingen ebenfalls nur 5 Minuten. Die Uhr zeigte aber noch sehr knackige 7:30 Uhr, was 2 Stunden warten bedeutete. Das bewegte uns dazu ein Frühstück zu holen. Die Kombination Flughafen München und „hinter Security Check“ spiegelte sich selbstverständlich in horrenden Preisen wieder. Stattliche 16 Euro für 2 Kaffee und 2 Croissants – es ist ja Urlaubsanfang – was solls.

 

Flug über Grönland

Der Flug nach Amsterdam und der dortige Zwischenstop von knapp 1,5 Stunden verliefen ohne große Aufregung. Auf dem Flug von Amsterdam nach Vancouver gab es keine großen Besonderheiten, bis auf den spektakulären 2 stündigen Ausblick auf Grönland in seiner ganzen Gewalt. Das Bild lässt es unter Umständen ein bisschen erahnen, aber live und von oben ist das schon ein gigantischer Anblick. Alles in allem erreichten wir nach knapp 13 Stunden Reisezeit Vancouver um ca. 13:30 Uhr Ortszeit. Da Kanada in dieser Region 9 Stunden weiter hinten als Deutschland ist, waren unsere Körper auf eigentlich 22:30 Uhr eingestellt – und das merkte man.

Die ersten Eindrücke

Allerdings empfing uns schon beim Landeanflug die strahlende Sonne mit dazu passenden milden Temperaturen von 18°. Verglichen mit dem grauen und trüben Wetter sowohl in Deutschland, als auch bei unserem Zwischenstopp in Amsterdam, eine Wohltat. Bei den ersten Schritten in die Ankunftshalle des Flughafen von Vancouver sind wir direkt von einem wunderschönen Ambiente überrascht worden. Die Aufmachung dieser Halle war in allen Belangen sehr kanadisch gehalten. Viel Holz, ein großes Totem und Steinsäulen, alles Dinge die den Charme einer Blockhütte erzeugen, wie man sie normalerweise in den Rockies erwartet. Der Beamte der unseren Grund der Einreise wissen wollte, fragte uns dann doch tatsächlich ob wir Ebola hätten oder jemanden in unserem Umfeld kennen der das hat/hatte. Da stelle ich mir doch immer wieder die Frage – warum werde ich das gefragt, wenn ich ohne Probleme lügen könnte? Im Anschluss haben wir unsere Koffer geholt und sind zur Trainstation des Flughafens. Als wir das Flughafengebäude verlassen haben, ist uns das erste mal erst aufgefallen wie warm es wirklich ist. Der Blick vom Bahnsteig auf den gegenüberliegenden Parkplatz, die dort stehenden „Ami Autos“ und die Berge hinter Vancouver, ließen jetzt das erste mal das Roadtrip Feeling aufkommen. Mit der führerlosen Bahn ging es dann in Richtung Vancouver Downtown – Station Yaletown. Die ersten 5 Stationen fuhren wir noch an der Oberfläche, was uns einen guten Blick auf Vancouver ermöglichte. Nach ca. 25 Minuten Fahrt erreichten wir die Station, die unserer Unterkunft am nähsten lag.

 

Das Appartement

Unser Appartement im 17. Stock

Der Fußweg von der Station zum Appartement war bei den warmen Temperaturen nach so einem langen Flug und mit all dem Gepäck schon eine leichte Anstrengung. Finden ließ sich die Adresse sehr leicht und wurden von Carol im 17. Stock in Empfang genommen. Sie hat uns sofort die wichtigsten Dinge erklärt und uns auch ein paar hilfreiche Tipps gegeben. Einige Sekunden später waren wir dann alleine in der Wohnung und konnten erst mal ankommen. Natürlich waren wir neugierig und inspizierten die kleine aber sehr schöne Wohnung ausgiebig. Das erste Fazit: Sehr sauber, schön eingerichtet und ein grandioser Blick aus dem 17. Stock über Vancouver. Man hatte einen direkten Blick auf das Wasser und in die Skyline in Richtung der Rockies.

 

Die ersten Schritte

Es war nun 16 Uhr und die deutsche „Uhr“ meldete unserem Körper eine gewisse gewohnte Müdigket. Uns war allerdings auch klar dass wir auf gar keinen Fall jetzt schlafen durften. Somit rafften wir uns auf, zogen uns um und verließen die Wohnung zu unserem ersten Erkundungsspaziergang. Die Entscheidung viel auf den Hafen und die English Bay. Diese erstreckt sich ab Höhe der Burrard Street Bridge bis kurz vor den Stanley Park. Der Abschnitt ist wunderschön gepflegt und bietet alles was man am Strand braucht. Egal ob man spazieren gehen, Sport machen, Joggen, Gassi gehen, Skaten oder Fahrrad fahren will, es ist für alles gesorgt. Die Wege sind perfekt asphaltiert und mitten in grünen Wiesen, welche wiederum an den sandigen Strandstreifen angrenzen. Hier kann sich der gestresste Großstadt Büromensch dem Meer zuwenden und auf einem der vielen extra dort liegenden Bäume breit machen.

 

 

Nach ca. 15 Minuten Spaziergang erreichten wir dann das Ende der English Bay, welches von dem Wahrzeichen der Olympischen Spiele 2010 – dem Inuskuk (Wikipedia) – abgeschlossen wurde. Ein paar Meter weiter ist auch der Anfang der berühmten Davie Street, welche sehr deutlich mit seiner Schwulen- und Lesbenfreundlichkeit wirbt. Die ganze Straße zeigt der Welt wie offen die Stadt für Homosexuelle Menschen ist und das mit sehr viel Charme. Wir mussten uns aber für den ersten Abend noch etwas zu Essen besorgen und so zog es uns in den Independent Supermarket. Weil wir nun noch müder waren, kämpften wir deftig mit dem Einkauf und versuchten einen vernünftigen Einkauf abzuwickeln. Aber auch Drogerie Artikel mussten wir dringend einkaufen, da wir uns aus Gewichtsgründen entschieden alles in Kanada einzukaufen. Der Durst wollte selbstverständlich auch gestillt werden, so war es unabdingbar auch noch schwere Wasserflaschen einzukaufen. Mit der letzten Kraft – es war bereits 19 Uhr beziehungsweise 4 Uhr deutscher Zeit – schleppten wir uns zurück ins Appartement.

 

Das Ende des ersten Tages

Zu dem Abendessen gönnten wir uns dann noch eine Folge Californication, welche ich von meinem iPad auf das vorhandene Apple TV perfekt streamen konnte. Gegen 20 Uhr waren wir dann so platt, das wir uns der Müdigkeit ergeben haben und entschieden schlafen zu gehen. Da es aber draußen noch total hell und sonnig war, konnten wir selbst mit Rollos das Zimmer kaum abdunkeln. Dennoch hatte es maximal 2 Minuten gedauert und wir waren beide sofort eingeschlafen. Leider sind wir wegen dem ungewohnten Schlafrhythmus gemeinsam gegen ca. 3 Uhr Nachts aufgewacht und konnten nicht wieder einschlafen. Erst versuchten wir es mit einem natürlich wieder einschlafen, ergaben uns allerdings nach 30 Minuten und nahmen beide eine Schlaftablette. So endete unser erster Tag in dieser wundervollen Stadt mit tollen Eindrücken die wir trotz Müdigkeit mit Freude aufsaugten.

 

Wen es interessiert wie wir den Trip genau geplant haben, der kann gerne meinen Artikel Digitale Urlaubsplanung lesen. Für Fragen stehe ich selbstverständlich in den Kommentaren gerne zur Verfügung.

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